
Kino wie noch nie
Architekturgrafik

Dem Open-Air-Filmfestival des Filmarchiv Austria wurde ein einheitlicher visueller Auftritt verliehen, der sich über das gesamte Gelände erstreckt. Ein Leitsystem aus Schildern und Markierungen sorgt für Orientierung, während ein Monitor im Kassahaus neugierig auf das aktuelle Filmprogramm macht. Für die Gastronomie »Grünstern« wurde ein eigenständiges Branding entwickelt.
Zudem wurde für die neue Spielstätte im Innenhof eine typographische Intervention gestaltet. Im Hof herum angeordnete Paneele zur Verbesserung der Akustik tragen je einen Körperbuchstaben, der mit purpurrotem Stretch-Stoff überspannt ist. So ergeben sich typografische Figuren aus Minimalflächen, die erst mithilfe der Grundsubstanz des Films zur Wirkung kommen: Dem Licht – das von der Leinwand zurückfällt, oder das vor und nach der Vorstellung von unten auf diese Paneele geworfen wird.
Das derart räumlich übersetzte Zitat „Die Kamera nimmt mein Auge mit. [Mitten ins Bild hinein. Ich sehe die Dinge aus dem Raum des Films]“ stammt aus dem Werk „Der Geist des Films“ (1926) des Filmtheoretikers und -kritikers Béla Balázs. Darin entwirft er eine Utopie eines neuen Mediums, vom dem er sich eine magische Wirkung szenischen Erlebens verspricht, in einer „neuen Einheit von Kultur und Ritual“.


















2026
Auftraggeber
Filmarchiv Austria
Team
Dominika Aziewicz
Kriso Leinfellner
Deborah Schultheis
Bauten
Gerhard Baldasti+Team
eventtechnik.com
Printproduktion
singerprint